Tipps für werdende Eltern

Praktische Hinweise aus meinem Hebammen-Alltag – damit Sie gut vorbereitet und entspannt in die neue Zeit starten.

Illustration einer gepackten Kliniktasche mit Babysachen

Was gehört in die Kliniktasche?

Packen Sie Ihre Tasche am besten ab der 34. Schwangerschaftswoche – dann sind Sie entspannt, falls es früher losgeht.

Für die Mama
  • Mutterpass, Versichertenkarte, Personalausweis
  • Bequemes Nachthemd oder großes T-Shirt
  • Warme Socken und Hausschuhe
  • Still-BHs und Stilleinlagen
  • Bequeme Kleidung für die Heimfahrt
  • Kulturbeutel, Haargummis, Lippenpflege
  • Große Netzunterhosen und Binden
  • Handy und Ladekabel
Für das Baby
  • 2–3 Bodys (Größe 50/56)
  • Strampler oder Hose mit Füßchen
  • Mützchen und Söckchen
  • Kuschelige Decke
  • Babyschale für das Auto
  • Ein Spucktuch
Für die Begleitperson
  • Snacks und Getränke
  • Kleingeld für Parkautomat und Automaten
  • Bequeme Kleidung zum Wechseln
  • Kamera oder Handy für erste Fotos
Ein Neugeborenes umklammert mit seiner kleinen Hand den Finger eines Erwachsenen

Was braucht ein neugeborenes Baby?

Weniger ist oft mehr! Babys brauchen vor allem Nähe, Wärme und Nahrung. Diese Grundausstattung reicht für den Anfang.

Kleidung
  • 6–8 Bodys (Größe 50/56 und 62)
  • 4–6 Strampler oder Hosen
  • 2–3 Jäckchen
  • Mützchen und Söckchen
  • Ein Overall für draußen (je nach Jahreszeit)

Tipp: Neue Kleidung vor dem ersten Tragen ohne Weichspüler waschen.

Schlafen
  • Beistellbett oder Babybett mit fester Matratze
  • 2–3 Babyschlafsäcke (statt Decke und Kissen)
  • Spannbettlaken

Sicher schlafen: Rückenlage, rauchfreie Umgebung und eine Raumtemperatur von 16–18 °C.

Pflege & Wickeln
  • Windeln in Größe 1
  • Waschlappen und warmes Wasser
  • Wickelunterlage
  • Wundschutzcreme
  • Badeeimer oder Babybadewanne
  • Fieberthermometer
Unterwegs
  • Kinderwagen mit Liegewanne
  • Tragetuch oder Babytrage
  • Babyschale fürs Auto
  • Wickeltasche
Kleine Babyfüße schauen unter einer weichen weißen Decke hervor

Tipps zum Stillen

Stillen will gelernt sein – für Mama und Baby. Haben Sie Geduld mit sich: Nach zwei bis drei Wochen spielt sich meist alles ein.

Früh und oft anlegen

Legen Sie Ihr Baby möglichst in der ersten Stunde nach der Geburt an. In den ersten Tagen trinken Babys 8- bis 12-mal in 24 Stunden – das regt die Milchbildung an.

Auf das richtige Anlegen achten
  • Bauch an Bauch – das Baby liegt Ihnen ganz zugewandt.
  • Der Mund ist weit geöffnet und umfasst einen großen Teil des Warzenhofs.
  • Die Lippen sind nach außen gestülpt, das Kinn berührt die Brust.
  • Stillen sollte nicht dauerhaft wehtun – sonst lieber neu anlegen.
Hungerzeichen erkennen

Schmatzen, Suchen mit dem Mund und Saugen an den Händchen sind frühe Hungerzeichen. Weinen ist bereits ein spätes Zeichen – legen Sie Ihr Baby am besten vorher an.

Gut für sich selbst sorgen

Trinken Sie genug (am besten bei jedem Stillen ein Glas Wasser), essen Sie ausgewogen und ruhen Sie sich aus, wann immer Ihr Baby schläft.

Haben Sie Schmerzen, Fieber oder eine gerötete, harte Brust? Bitte melden Sie sich bei mir – ein Milchstau lässt sich früh gut behandeln.

Ein weiß-blauer Babybody liegt ordentlich bereit

Was sollten Sie vor der Geburt vorbereiten?

Mit ein bisschen Planung können Sie die erste Zeit mit Ihrem Baby in Ruhe genießen.

Organisatorisches
  • Früh eine Hebamme suchen (am besten im 1. Drittel der Schwangerschaft)
  • Geburtsklinik auswählen und anmelden
  • Elterngeld und Elternzeit beantragen
  • Kinderarzt oder Kinderärztin suchen
  • Ggf. Vaterschaftsanerkennung klären
Zu Hause
  • Schlafplatz und Wickelecke einrichten
  • Babyschale im Auto testen
  • Mahlzeiten vorkochen und einfrieren
  • Wichtige Telefonnummern bereitlegen
  • Den Weg zur Klinik einmal probefahren
Für Körper & Seele
  • Einen Geburtsvorbereitungskurs besuchen.
  • Über Wünsche zur Geburt sprechen und sie aufschreiben.
  • Hilfe von Familie und Freunden für die erste Zeit organisieren.
  • Sich bewusst Zeit zum Ausruhen nehmen.

Noch Fragen offen?

Ich beantworte sie gerne persönlich – im Kurs oder beim Hausbesuch.

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